
Der schlechte Ruf von sog. NGOs (Non-Governmental Organization / Nichtregierungsorganisation) hängt damit zusammen, dass viele von ihnen von Regierungsgeldern leben und damit indirekt das Gegenteil dessen verkörpern, was ihre Bezeichnung vorgibt. Das ist dann eine äußerst perfide Form von Steuermissbrauch und Täuschung.
Campact ist eine NGO, bezeichnet sich selbst als „Kampagnen-Organisation“ und will ernsthaft „Unsere Demokratie“ verteidigen. Nicht die Demokratie, sondern ausdrücklich „Unsere“; mittlerweile hat sich herumgesprochen, was sich hinter diesem Kürzel verbirgt. Dabei baut die Organisation mit Hilfe von Appellen politischen Druck auf – dabei wird alles bekämpft, was nicht stramm auf linksgrüner Linie marschiert. Dieser Tage hat die NGO Firmen zum (Werbe-)Boykott von 62 angeblich „menschenverachtenden“ YouTube-Kanälen aufgerufen.
Unsere Landesvorsitzende Sylvia Pantel sieht darin einen Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit durch die Hintertür:
„Ein Verein wie Campact verschickt Listen – und Konzerne wie Aldi Süd, Edeka, dm, P&G und Axa knicken ein. Man mag es nicht glauben, man will es einfach nicht glauben, aber es passiert.
Werbung darf also nur noch in dem (immer kleiner werdenden) politisch genehmen Meinungskorridor gemacht werden. Ob Firmen, die sich dem beugen und das mitmachen, damit gut beraten sind, wird sich weisen. Der eigentliche Skandal aber ist, dass das, was hier verharmlosend „Sperrliste” heißt, ein ernstzunehmender Angriff auf die Presse- und Meinungsfreiheit ist. Durch die Hintertür.
Denn es ist nicht der Staat, der zensiert – er ist an die Maßgabe des Artikel 5 GG gebunden. Eine Hürde, die für NGOs nicht gilt, die können die Finanzierung von Medienplattformen durch Werbung per Aufruf stören oder gar vernichten. Was uns alle angeht, denn: Wer heute 62 Online-Medien austrocknet, weil sie „falsche” Interviews führen, trocknet morgen jede unbequeme Stimme aus.
Ich hoffe, dass Kunden genau hinsehen und dass Filialleiter und Vorstände schnell merken, dass die Bürger sich nicht länger von einer selbsternannten Tugendwacht in eine Richtung treiben lassen. Wir müssen zurück zu Offenheit, Meinungsvielfalt und Eigenverantwortung. Sonst ist sie tatsächlich gefährdet, die Demokratie.“