Bosch streicht 7000 Stellen in Deutschland
Der Automobilzulieferer Bosch plant den Abbau von rund 7000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Bereits 2024 hatte das Unternehmen 4400 Stellen gestrichen, nun zwingt ein erneuter Gewinneinbruch zu weiteren Sparmaßnahmen. Der operative Gewinn sank von 4,8 Milliarden Euro (2023) auf 3,2 Milliarden Euro im Folgejahr.
Als Hauptgründe nennt Bosch-Chef Stefan Hartung die schwache Weltwirtschaft, den schwierigen Umstieg auf die E-Mobilität und die wachsende Konkurrenz aus China. Der Wandel vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb führt dazu, dass einige Arbeitsplätze nicht mehr benötigt werden. Zusätzlich belasten Kaufzurückhaltung und sinkende Nachfrage die Branche.
Dennoch bleibt Bosch optimistisch: Ein Teil der betroffenen Stellen soll durch natürliche Fluktuation wegfallen, und das Unternehmen strebt trotz Einsparungen ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 an. Im Mai will Bosch konkrete Zahlen zur weiteren Entwicklung präsentieren, die über mögliche weitere Maßnahmen Aufschluss geben könnten.
Quelle: Dunkle Wolken: Bosch will in Deutschland 7000 Stellen streichen
Deutsche Post streicht 8.000 Stellen
Die Deutsche Post baut bis Ende 2025 rund 8.000 Arbeitsplätze im Brief- und Paketgeschäft ab. Das entspricht etwa 4 % der Stellen in diesem Bereich. Der Stellenabbau soll sozialverträglich erfolgen und ist Teil eines umfassenden Sparprogramms.
Hauptgründe sind die sinkende Briefmenge im Digitalzeitalter, steigende Kosten und ein rückläufiges Betriebsergebnis. Während der Umsatz 2024 um 3 % auf 84,2 Milliarden Euro stieg, sank das Betriebsergebnis um 7,2 % auf 5,9 Milliarden Euro. Die Post will durch Einsparungen mehr als eine Milliarde Euro an Kosten reduzieren.
Besonders das traditionelle Briefgeschäft gilt seit Langem als problematisch, während andere Bereiche wie Express- und Frachtversand profitabler sind. Zwei Tage nach einem Tarifabschluss mit Verdi kündigte das Management den Jobabbau an. Trotz steigender Portopreise musste die Post Einsparungen vornehmen, da die Bundesnetzagentur eine stärkere Portoerhöhung untersagte. Konzernchef Tobias Meyer erwartet für 2025 weiterhin eine schwierige weltwirtschaftliche Lage.
Quelle: Deutsche Post streicht 8.000 Stellen – ZDFheute
Glashütte Freital meldet Insolvenz an – 40 Stellen betroffen
Die Glashütte Freital hat Insolvenz angemeldet, will das Verfahren jedoch in Eigenverantwortung durchführen und das Unternehmen durch einen Sanierungsplan retten. Von den derzeit 125 Arbeitsplätzen sollen rund 40 wegfallen.
Hauptgründe für die wirtschaftliche Krise sind schwankende Marktpreise und hohe Energiekosten. Die Glashütte wurde 1802 gegründet und gehört zu den kleinsten Glashütten Deutschlands. Sie produziert Flaschen und Gläser für bekannte Marken wie Wackerbarth, Heide-Fruchtsaft und Nudossi.
Auch die Glasindustrie insgesamt steckt in der Krise: Das Glaswerk Drebkau könnte nach Gewerkschaftsangaben geschlossen werden, wodurch 163 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren könnten.
Quelle: Glashütte Freital insolvent: 40 Arbeitsplätze sollen wegfallen | MDR.DE
BP streicht Hunderte Stellen in Deutschland – Ruhrgebiet besonders betroffen
BP plant in Deutschland den Abbau von rund 300 Stellen, insbesondere in der Zentrale in Bochum. Auch Standorte in Gelsenkirchen, Berlin und Hamburg sind betroffen. Grund sind Kosteneinsparungen und eine strategische Neuausrichtung.
Zusätzlich will BP die Ruhr Oel GmbH verkaufen, zu der die Raffinerie in Gelsenkirchen mit 2000 Mitarbeitern gehört. Auch beim Schmierstoff-Hersteller Castrol laufen Stellenstreichungen. Der Konzern betont die Notwendigkeit, sich im sich wandelnden Energiemarkt neu aufzustellen.
Quelle: Mineralölkonzern schmeißt Hunderte Mitarbeiter in Deutschland raus | News | BILD.de
Puma streicht 500 Stellen nach Gewinnrückgang und setzt auf Effizienzsteigerung
Der fränkische Sportartikelhersteller Puma musste 2024 einen Gewinnrückgang von 7,6 % auf 282 Millionen Euro hinnehmen, während der Umsatz währungsbereinigt um 4,4 % auf 8,8 Milliarden Euro stieg. Trotz dieses Wachstums bleibt die Prognose für 2025 verhalten, da wirtschaftliche Unsicherheiten, schwankende Währungen und eine vorsichtige Verbraucherstimmung das Geschäft belasten.
Um die Rentabilität zu verbessern, kündigte Puma den Abbau von 500 Stellen weltweit an, davon 150 in Deutschland. Die Mitarbeiter wurden erst kurzfristig über die Maßnahmen informiert. Zudem plant das Unternehmen Investitionen von 75 Millionen Euro in Effizienzsteigerungen, darunter die Schließung unrentabler, selbst betriebener Einzelhandelsgeschäfte. Durch diese Maßnahmen erwartet Puma einen positiven Effekt von rund 100 Millionen Euro auf das Betriebsergebnis (EBIT).
Für das Geschäftsjahr 2025 stellt sich Puma auf einen weiteren Gewinnrückgang ein: Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) soll nur noch zwischen 520 und 600 Millionen Euro liegen, nachdem es 2024 noch 622 Millionen Euro betrug. Die Prognose liegt unter den Erwartungen des Vorjahres und zeigt, dass der Konzern mit Herausforderungen in einem schwierigen Marktumfeld zu kämpfen hat.
Quelle: Puma: Gewinnrückgang und Stellenabbau – Business Insider
Audi streicht 7500 Stellen und spart eine Milliarde Euro jährlich
Der Autobauer Audi plant bis Ende 2029 den Abbau von 7500 Arbeitsplätzen in Deutschland, um jährlich über eine Milliarde Euro einzusparen. Die ersten 6000 Stellen sollen bis 2027 wegfallen, weitere 1500 bis 2029. Betriebsbedingte Kündigungen sind bis 2033 ausgeschlossen.
Gleichzeitig investiert Audi acht Milliarden Euro in deutsche Standorte, um den Übergang zur Elektromobilität zu bewältigen. Zudem wird die Produktion des Q3 von Ungarn nach Ingolstadt zurückgeholt, und 1000 Arbeitsplätze werden durch Insourcing gesichert.
Mitarbeiter müssen Einschnitte bei der Gewinnbeteiligung hinnehmen, doch tarifliche Entgelte und Zulagen bleiben unangetastet. Die IG Metall verhandelte zudem einen zusätzlichen Bonus für ihre Mitglieder ab 2026.
Quelle: Audi streicht 7500 Stellen in Deutschland und plant „Insourcing“ von Produktion – WELT
Thyssenkrupp plant massiven Stellenabbau in der Stahlsparte
Thyssenkrupp Steel Europe will bis 2030 insgesamt 11.000 Stellen abbauen. Davon sollen 5.000 Arbeitsplätze in Produktion und Verwaltung gestrichen und 6.000 Stellen durch Ausgliederungen oder Verkäufe überführt werden. Der Stahlkonzern reagiert damit auf die schwächelnde Stahlbranche und plant, die jährliche Stahlproduktion von 11,5 Millionen Tonnen auf 8,7–9 Millionen Tonnen zu senken.
Das Unternehmen arbeitet an einem „industriellen Zukunftskonzept“ und führt dazu Gespräche mit Arbeitnehmervertretern. Kritik kommt von der IG Metall, die den Stellenabbau als „Kampfansage an die Belegschaft“ bezeichnet und Widerstand ankündigt.
Thyssenkrupp setzt weiterhin auf den Bau einer Direktreduktionsanlage in Duisburg, die über drei Milliarden Euro kosten wird. Die Bundesregierung und das Land NRW fördern das Projekt mit zwei Milliarden Euro, aber steigende Kosten könnten weitere Subventionen notwendig machen.
Quelle: Thyssenkrupp will bis 2030 11.000 Stellen abbauen
Danone plant, sein Milchwerk in Ochsenfurt bis Ende 2026 zu schließen, was 230 Mitarbeiter betrifft und in der Region für Bestürzung sorgt. Bürgermeister Peter Juks nennt die Entscheidung einen „Schlag ins Gesicht“, da das Werk wirtschaftlich und identitätsstiftend für die Stadt sei. Politiker verschiedener Parteien fordern gemeinsame Lösungen.
Danone begründet die Schließung mit geringer Auslastung, hohen Produktionskosten und veränderten Konsumgewohnheiten. Besonders die steigende Nachfrage nach High-Protein- und pflanzlichen Produkten könne in Ochsenfurt nicht wirtschaftlich bedient werden.
Auch das angegliederte Logistikunternehmen mit 100 Mitarbeitern sowie 70 Vertragsbauern sind betroffen. Während die Lieferverträge bis 2026 bestehen, bleibt unklar, ob das Werk endgültig geschlossen oder verkauft wird. Die Gewerkschaft NGG verhandelt mit dem Betriebsrat über einen Sozialplan oder alternative Beschäftigungsangebote.
Quelle: „Schlag ins Gesicht“: Danone-Werksschließung löst Bestürzung aus | BR24